Mehr Weitblick in die Gemeindepolitik!

Liebe Neueneggerinnen und Neuenegger

2020 ist ein Wahljahr. Am 18. Oktober werden Sie an der Urne die Mitglieder des Gemeinderats sowie der Kommissionen für die nächsten vier Jahre wählen. Damit stellen Sie die Weichen für die Zukunft unserer Gemeinde.

Wenn wir auf die laufende Legislatur zurückblicken, dann zeichnet sich für uns ein zwiespältiges Bild. Die Gemeinde Neuenegg ist finanziell gesund. Die Steueranlage ist im Vergleich mit anderen Gemeinden im Kanton Bern tief, die Verschuldung ebenso. Die Einwohnerzahl wächst. Die Jahresrechnung schliesst regelmässig mit einem Gewinn ab. Die Gemeindeverwaltung erfüllt ihre Aufgaben mehrheitlich zur Zufriedenheit der Einwohnerinnen und Einwohner. Alles bestens also?

Auf den ersten Blick ja. Bei genauerem Hinsehen zeigen sich aber Schwachstellen. Das Gemeindehaus, die Schulhäuser, die Unterkunft für Asylsuchende sind in die Jahre gekommen und teilweise sanierungsbedürftig. Im Dorfzentrum von Thörishaus stehen an bester Lage Liegenschaften brach. Investitionsprojekte kommen nicht oder nur schleppend voran. Zudem mehren sich die Hinweise, dass die Gemeinde systematisch zu wenig in die Erneuerung etwa von Liegenschaftsteilen, Abwasserleitungen oder Strassen investiert, um langfristig ihren Wert zu erhalten. Es stellt sich die Frage der Nachhaltigkeit. Der Schein trügt.

Neuenegg funktionierte in den vergangenen Jahren zu oft nach dem Prinzip «Weiter wie bisher». Was kaputt ging, wurde ausgebessert oder ersetzt – auf die Ölheizung folgte eine neue Ölheizung. Alternativen wurden zwar geprüft, konnten aber letztlich nicht realisiert werden, weil eine langfristige Planung fehlte, die Zeit plötzlich drängte und das Geld vermeintlich knapp war. Die einzelnen Entscheide waren in ihrem Kontext zwar immer begründbar. Weitsichtige Politik sieht aber anders aus.

Am Beispiel der Dorfkernentwicklung in Thörishaus bietet sich die Chance, grösser und weiter zu denken. Sollte die Gemeinde aufgrund der aktuellen Entwicklung in Wirtschaft und Gesellschaft nicht mit einer weitsichtigen Planung den Grundstein legen und den Boden bereiten für gemeinschaftliche Nachbarschaften, für Selbstorganisation und Selbstverwaltung, für eine soziale Diversität? Sollten wir nicht mit geschickten Vorgaben und Rahmenbedingungen dafür sorgen, dass sich verschiedene Nutzungen wie Wohnen, Arbeiten, Konsum und Freizeit vor Ort ergänzen, dass die Ressourcen geschont und dass nachhaltig gebaut wird? Dies alles freilich, ohne starre, fertige Lösungen vorzugeben, damit die Kreativität und Eigenverantwortung der Investorinnen und Investoren, der Bewohnerinnen und Bewohner herausgefordert und erhalten bleibt.

Die FDP war in den letzten Jahren in den verschiedenen Gremien als kleinste der vier Ortsparteien zu schwach vertreten, um ein solches Umdenken herbeizuführen und eine weitsichtigere Politik zu etablieren. Unsere Mandatsträger im Gemeinderat und in den Kommissionen konnten lediglich punktuell einige Denkanstösse geben und hie und da ein paar Samen streuen.

Für die bevorstehenden Wahlen wären wir froh um weitere Kandidatinnen und Unterstützer, die unsere Haltung und Meinung teilen und mit uns in diese Richtung ziehen und arbeiten wollen. Bei uns ist nicht die Parteidoktrin entscheidend, sondern die geistige Offenheit und der Wille, in Neuenegg etwas bewegen zu wollen.

Neuenegg braucht eine Vision. Neuenegg braucht eine Strategie. Neuenegg braucht aktive Bürgerinnen und Bürger!

Machen Sie mit? Treten Sie mit uns in Kontakt.

Mit liberalen Grüssen
Ihre FDP.Die Liberalen Neuenegg

www.fdp-neuenegg.ch
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